Im Gegensatz zum berühmten Holbein-Totentanz, der sich jenseits des Rheins im Prediger-Kloster befand, wissen vom Klingentaler Zyklus nur Kunstfreunde und Eingeweihte. Leider ist auch dieser Totentanz dem Lauf der Zeit zum Opfer gefallen.
Erhalten geblieben sind uns aber die Stiche von Emanuel Büchel aus den Jahren 1766-68, der den Zyklus in der ihm eigenen Exaktheit in Kupfer kratze. Denn wie sein berühmtes Pendant hatte auch der Klingentaler Totentanz den Bildersturm um Jahrhunderte überdauert die eigentliche Zerstörung setzte im 18. Jahrhundert ein, als die Klostergebäude zur Militärkaserne umfunktioniert wurden und sich die Militärküche im Kreuzgang einrichtete. Als kaum mehr entzifferbar beschreibt Büchel das, was er vorfand.
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